Ludwigia steht finanziell mit dem Rücken zur Wand

 

Vor allem das eigene Vereinsheim belastet den Aldinger Aquariumverein

Aldingen smü „Eine Operation am offenen Herzen“ nennt Ralph Schräpel, der Vorsitzende des Aquariumvereins Ludwigia in Aldingen, die Jahreshauptversammlung, die am Samstag Nachmittag im Vereinsheim stattfand. Mit einem Eigenkapital in gerade einmal noch dreistelliger Höhe und einem Vereinsheim, das laufend Kosten verursacht, steht der Verein finanziell mit dem Rücken zur Wand.

„Im letzten Jahr musste die Heizung erneuert und ein Rasenmäher angeschafft werden. Das hat die Kasse, trotz eines Zuschusses von der Gemeinde und einer großzügigen Spende des zweiten Vorsitzenden Joachim Laufer, erheblich belastet“, ließ der Kassierer Stephen Probst die Versammlung wissen. Das Vereinsheim sei Segen und Fluch zugleich, stellte der Kassierer fest: „Es ermöglicht zwar, die Vereinsarbeit weiterzuführen, doch die Bausubstanz des in die Jahre gekommenen Gebäudes wird immer wieder für eine negative Überraschung gut sein.“

Die Börse musste wegen zu geringer Anbieterbeteiligung abgesagt werden, was bedeutet, dass diese Einnahmen fehlen. Das Projekt „Auffangstation für Reptilien“ wurde für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. „Eine sehr motivierte Gruppe junger Mitglieder hätte diese Station gerne gemacht“, erklärt der Vorsitzende Ralph Schräpel. „Doch wir können noch nicht einmal kostendeckend arbeiten. Damit ist die Auffangstation zunächst vom Tisch“, so Schräpel. Was in Konsequenz bedeutet, dass das Engagement dieser Mitglieder, sich im Verein einzubringen, auch wieder sinkt.

Dahingegen hat sich die Vermietung des Heimes erfreulich entwickelt. Weiterhin hat Elfriede Wollmann vom Ortsverband der Donauschwaben Aldingen ihr Interesse signalisiert, das Vereinsheim des Aquariumvereins gemeinsam zu nutzen. Dazu werden auf Vorstandsebene Gespräche geführt und man wird sehen, ob eine Übereinkunft möglich ist.

Eine Satzungsänderung wurde im Rahmen der Generalversammlung verabschiedet. Sie besagt, dass ein eventuelles Restvermögen im Falle der Auflösung des Vereins dem Seniorenzentrum Im Brühl in Aldingen zugute kommen soll. Der Kassierer Stephen Probst stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. An seiner Stelle übernahm Silvia Mai die Kassengeschäfte.