Freitag, 30. Juli 2010
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Der Maskenleguan

Der Maskenleguan, lat.: L.schreibersi (Haiti-Glattkopfleguane)

 

Maskenleguane


Verbreitungsgebiet: Haiti.

Kurzbeschreibung:
Die Männchen erreichen eine Länge von bis zu 25 cm, sind farbenprächtig und sehr variabel gefärbt. Der Schwanz wirkt – bedingt durch zahlreiche rote Pünktchen – leicht rötlich. Die Grundfarbe ist bräunlich bis beige. Im Bereich der Augen befindet sich die gelblichbraune „Maske“. Die Flanken sind mit roten Flecken versehen, auf denen sich blaue Pünktchen und Tupfen befinden. Rote und blaue Tupfen bilden an den Flanken und auf dem Bauch Querreihen. Die Kopfunterseite und Kehle sind dunkelblau mit hellblauen Tupfen, die Unterseite der Schenkel und des Schwanzansatzes sind schmutzig-weiß. Weibchen sind schlichter gefärbt, zierlicher und kleiner.
Lebensraum: Sandstrand bis lichte Wälder.
Lebensweise, Haltung und Zucht: Die Maskenleguan-Männchen sind untereinander manchmal sehr aggressiv. Deshalb pflegt man sie paarweise oder als Zuchtgruppe. Hierzu genügt ein Terrarium mit einer Grundfläche von 60 x 40 cm und einer 10 bis 12 cm hohen Schicht weichen Sandes als Bodengrund. Die unteren Schichten des Sandes hält man ständig leicht feucht, und in den Sand verlegt man ein Heizkabel so, dass innerhalb des Beckens Boden-temperaturen zwischen 20 und 40 °C herrschen. Die Lufttemperaturen müssen am Tage 25 bis 28 °C und unter einem Strahler etwa 35 °C betragen. Nachts sind Lufttemperaturen zwischen 20 und 23 °C erforderlich. Man muß täglich ein- bis zweimal sprühen. Die Maskenleguane vergraben sich abends und auch tagsüber im Sand und legen Ruhepausen ein. Sie fressen Grillen, Heimchen, Heupferde und viele andere Insekten, Wiesenplankton, aber auch Spinnen und Asseln. Das Futter muß man wöchentlich einmal mit Kalk bestäuben, und das Sprühwasser in Abständen mit einem Multivitaminpräparat anreichern. Nach einer künstlich eingeleiteten Pause von 3 bis 4 Wochen bei etwa 5 °C niedrige-ren Temperaturen kann man nach Erreichen der normalen Temperaturen die einsetzende Fortpflanzungsbereitschaft noch durch Bestrahlungen mit ultra-violettem Licht steigern. Bald darauf beobachtet man die ersten Paarungen, und etwa 3 Wochen später graben die Weibchen nach ausgiebigem Prüfen des Bodens einen Gang in den Sand. Dabei verschwinden sie selbst immer mehr darin, drehen sich darin um und verstopfen oft den Eingang mit dem Aushub. Nach einiger Zeit kommen sie sichtlich schlanker daraus wieder hervor und scharren den Eiablageplatz zu. Anschließend scharren sie noch weiterhin Sand auf den Eiablageplatz, so dass ein kleiner Hügel entsteht. Danach bewachen sie die Stelle noch einige Zeit. Die zwischen 4 und 6 etwa 16 x 7 mm großen, pergamentartig beschalten Eier überführt man am besten in einen Brutbehälter und zeitigt sie bei Temperaturen zwischen 27 und 30 °C. Etwa 2 Monate später schlüpfen die 72 bis 78 mm langen Jungtiere. Sie sehen den Weibchen sehr ähnlich. Auf ihrem Schwanz findet man einen leicht rosafarbenen Anflug. Entlang der Rückenmitte befinden sich 7 schwarze Winkel, die sich auf dem Schwanz als schwarze Punkte fortsetzen. Nach zwei Tagen fressen sie erstmals kleine Insekten und wedeln beim Anblick ihrer Beute aufgeregt mit den Schwänzen. Jungtiere zieht man am besten einzeln auf, da sie bei zu hoher Dichte in Stress geraten. Täglich ist zu sprühen. Die Futtertiere sind mit Kalk und Vitaminen anzureichern. Vernachlässigt man die Bestrahlung mit ultra-violettem Licht und Vitamingaben, treten bald rachitische Erscheinungen auf.

Jugendgruppe Aquariumverein Ludwigia e.V. Aldingen
 
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